Äthiopien - Unterstützung für Unfallchirurgie
Äthiopien – Unterstützung für Unfallchirurgie
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Äthiopien – Unterstützung für Unfallchirurgie
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Wer in Äthiopien von einem Baum stürzt und sich schwer verletzt oder einen Arbeitsunfall erleidet, hat Pech gehabt. Das nächste Spital ist oft sehr weit entfernt und meist schon übervoll. So auch im Südwesten den Landes. 80% der Bevölkerung leben 40km und mehr von der nächsten Strasse und Tagesreisen vom nächsten Spital entfernt. Die kranken und verletzten Menschen werden von ihren Angehörigen auf einfachsten Tragen über Stock und Stein getragen. Das unterstützte Spital in Jimma ist die unfallchirurgische Anlaufstelle für 20 Mio. (!!) Menschen im Südwesten Äthiopiens. Viele Opfer müssen mangels Personalressourcen und Platzmangel abgewiesen werden, was zu tragischen Szenen vor dem Spital führt.
Der Schweizer Chefarzt Unfallchirurgie am Regionalspital Delémont, Dr. med. Jörg Peltzer, ist Initiator des Spitalprojekts und war schon als junger Arzt – u.a. auch für "Menschen für Menschen" von Karlheinz Böhm – in Äthiopien tätig. Jörg Peltzer übertrug sein Hilfsprojekt 2009 an die neugegründete Stiftung Schweizer Chirurgen in Äthiopien und ist seither deren Stiftungsratspräsident. Im 4-köpfigen Stiftungsrat sind zudem zwei Krienser Bürger tätig. Als Vizepräsident Prof. Dr. Reto Babst, ehemaliger Chefarzt am Kantonsspital Luzern und als Mitglied des Stiftungsrates Hugo Herzog, Treuhänder und amtierender Gallivater der Gallizunft Kriens: "Ich freue mich sehr, dass Kriens hilft Menschen in Not einen Beitrag spricht. Ich darf dafür garantieren, dass jeder Franken ausschliesslich für die Finanzierung neuer Spitalbetten verwendet wird. Die jetzige Einrichtung genügt den primitivsten hygienischen und medizinischen Ansprüchen nicht."
Wissen weitergeben
Jörg Peltzer setzt auf den äusserst wichtigen Wissens-Transfer: "Das ist für uns der Schlüssel zur Nachhaltigkeit! Das ist nur möglich, wenn die Aus- und Weiterbildung vor Ort unter den dort gegebenen Arbeitsbedingungen und Behandlungskonzepten erfolgt. Schweizer Ärzte leisten mehrwöchige Einsätze und schulen einheimische Fachkräfte."
"Kriens hilft Menschen in Not" unterstützt konkret die Beschaffung neuer Betten mit CHF 10'000.- im neuen Spital-Annexbau mit 3 OP-Sälen, welche die Stiftung im Herbst 2020 beziehen kann.
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