Mosambik - Farben retten Kinder

Letzte Änderung
19.06.2025

Mosambik – Triage: Farben retten Kinderleben

19.06.2025 15:31

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Mosambik – Triage: Farben retten Kinderleben

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In Mosambik erlebt fast jedes zehnte Kind seinen fünften Geburtstag nicht. Die Kinder sind oft chronisch unterernährt und somit deutlich anfälliger für Infekte und Erkrankungen wie Malaria. Gewaltausbrüche in den nördlichen Regionen von Mosambik belasten ausserdem das ohnehin schwache Gesundheitssystem zusätzlich.

Die Warteschlangen in den Spitälern und Gesundheitszentren sind lang. Die Eltern sowie das medizinisch ungeschulte Empfangspersonal können die Dringlichkeit der Behandlung oft nicht beurteilen. Viele Todesfälle von Kindern treten innerhalb von 24 Stunden nach Aufnahme auf, weil lebensbedrohliche Erkrankungen zu spät diagnostiziert oder behandelt werden. Wenn Notfälle frühzeitig erkannt und sofort wirksam behandelt werden, kann die Zahl der Todesfälle halbiert werden.

Da setzt SolidarMed mit dem Projekt «Triage – Farben retten Kinderleben» an. Ziel ist es, durch eine Einführung in die Patiententriage die Kindersterblichkeit in den Notaufnahmen zu reduzieren. Dafür wird in sechs wichtigen Gesundheitszentren ein Farbensystem zur Patiententriage eingeführt. Bei Ankunft in der Notaufnahme erhält jedes Kind eine farbige Karte – rot, gelb oder grün – die dem Schweregrad seiner Erkrankung entspricht.

Einfache Schulungen in der Anwendung der Patiententriage auch für nicht-medizinisches Personal überbrücken den akuten Personalmangel. Medizinische Fachkräfte erhalten zudem eine intensive Schulung in der lebensrettenden Notfallversorgung von Kindern. Das Triagesystem soll in den Lehrplan für Gesundheitspersonal einfliessen, um eine langfristige Verbesserung der Situation zu ermöglichen.

«Kriens hilft Menschen in Not» konnte dieses Projekt im Jahr 2022 mit dem Beitrag von CHF 10’000.– unterstützen.

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